Buchcover: Zwischen Freiheit und Pflicht

Buch von Thomas Lechleitner

Zwischen Freiheit und Pflicht

Das Tiroler Landlibell von 1511 und sein langes Nachleben

Wie aus dem Tiroler Landlibell von 1511 eine Freiheit wurde – und warum historische Erinnerung politisch wirksam bleibt.

Leseprobe öffnen (PDF) Beginnt beim ersten Kapitel · etwa 10 Seiten.

Acht Blätter Pergament, ein Datum — 23. Juni 1511 — und ein Dokument, das mehr geworden ist, als es je sein wollte.

Das Tiroler Landlibell gilt als „Grundgesetz der Landesverteidigung“, als Freiheitsbrief, als Beweis eines besonderen Rechts der Tiroler, nur die eigene Heimat verteidigen zu müssen. Doch die wenigsten, die sich darauf berufen, haben es je gelesen.

Thomas Lechleitner erzählt die vollständige Geschichte dieses Dokuments: seine Entstehung im ständischen Tirol Kaiser Maximilians I., die harten Verhandlungen zwischen Freiheit und militärischer Leistung, seinen realen Vollzug — und vor allem sein „langes Nachleben“. Denn was das Landlibell heute bedeutet, entschied sich nicht 1511, sondern in den Jahrhunderten danach: in den Aufständen von 1703 und 1809, im Herz-Jesu-Gelöbnis, an den Fronten des Ersten Weltkriegs, in der Teilung Tirols und in Museen, Schulbüchern und Schützenkompanien bis in die Gegenwart.

Dieses Buch will das Landlibell weder entzaubern noch feiern. Es zeigt, wie aus einer ausgehandelten Pflicht eine Freiheit wurde — und warum eine Erinnerung nicht juristisch korrekt sein muss, um politisch wirksam zu bleiben.

Ein quellennahes, gut lesbares Sachbuch für alle, die Tirol, seine Geschichte und die Kraft historischer Mythen verstehen wollen.

Buchdetails

Autor
Thomas Lechleitner

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